Soroptimist International Europe Kongress 2017

Soroptimist International of Europe

21-igster Kongress in Florenz Italien

Review von Mali Gubser

Das Föderationsprojekt  von Maria Elisabetta de Franciscis, Präsidentin SIE 2015-2017 heisst ‚Soroptimist invest in eduction‘.
Die Plenarsitzung des Kongresses in Florenz war auf die Wissenschaft gerichtet: „own the future. Education, your passport for a better life“ und ist jungen Frauen gewidmet aus der  Wissenschaft. Science, technology, engineering, mathematics (STEM).

Frauen in der Wissenschaft

Vor 150 Jahren wurde Maria Sklodowska Curie geboren.  Der Rektor der Universität Florenz hielt zu diesem Anlass einen Vortrag über das Leben dieser ungewöhnlichen Frau und zweifachen Nobelpreisträgerin.  Sie ist immer noch ein Vorbild für junge Frauen in der Wissenschaft und für Soroptimists.
Vier Frauen aus der Wissenschaft, eine Physikerin aus Polen, eine Mathematikerin aus Italien, eine Ingenieurin aus Deutschland und eine Molekular Biologin aus Belgien, sprachen über ihre Erfahrungen in ihrem Berufs- und Privatleben. Sie unterhielten sich mit den STEM-Kandidatinnen, die von ganz Europa angereist kamen, unterstützt durch die Föderation, Unionen, Single Clubs und Clubs.
STEM-Kandidatinnen waren junge Frauen im Studium der angegebenen Wissenschaften.

STEM Kandidatin Cora Hilty

Wir vom Club Liechtenstein waren anwesend mit Cora Hilty aus Mauren.
Für mich als Begleiterin von Cora war es ein grosses Vergnügen und eine Genugtuung, ihren Enthusiasmus und ihr Interesse zu spüren und zu sehen, wie sie mit anderen STEM-Kandidatinnen Kontakt aufgenommen hat und diesen auch weiter pflegen wird.
Die STEM – Initiative ist eine dankenswerte Aktion, die unsere Frauenbelange hervorragend und zukunftsweisend repräsentiert.

Mali Gubser, August 2017


Cora Hilty

Mir war der Kongress der Soroptimisten in Florenz wichtiger als die feierliche Überreichung meines Bachelordiploms. Somit machte ich mich am 13.07.2017 auf nach Florenz.
Im Nachhinein lässt sich sagen, dass die Entscheidung auf jeden Fall richtig gewesen ist.  Der Kongress gab Grund zur Hoffnung, dass eine gute Zukunft immer noch möglich sein kann und noch nicht alles verloren ist, so wie es durch viele Nachrichten in den Zeitungen heutzutage den Anschein hat (Trump kündigt Pariser Klimaabkommen, Vergewaltigungen zu Neujahr…).  Es war super, einmal die Möglichkeit zu haben, Frauen zu treffen und in Kontakt treten zu können, welchen die Erde nicht egal ist, sich für Gleichberechtigung einsetzen und für welche Bildung wichtig ist. Auch war es sehr inspirierend zu sehen, dass es noch mehr Frauen gibt, welche sich für STEM Felder interessieren. Es war für alle jungen STEM Praktizierenden sehr wichtig, Kontakte knüpfen zu können als auch sehen zu können, dass sehr wohl eine Karrierechance besteht, auch wenn man weiblichen Geschlechtes ist. Interne Tipps, wie man Karriere und Familiäres miteinander kombinieren kann, waren sehr wertvoll. Es war sehr inspirierend, weibliche Idole im STEM-Bereich kennen zu lernen und sogar mit ihnen reden zu können. Frau Dr. Corinna Salander hat die meisten zutiefst beeindruckt. Unter anderem deshalb, weil sie während der Masterarbeit schwanger wurde, später drei Kinder alleine grossziehen musste und trotz all dem sehr viel erreicht hat. Auch Prof. Dr. Susanna Terracini (Mathematikerin), Prof. Dr. Christine Van Broeckhoven mit ihrer Forschung an Demenz (welche während einer Wirtschaftskrise Arbeit suchen musste) und Prof. Dr. Agnieszka Zalewska (während zwei Jahren Präsidentin von CERN) haben sehr inspirierende und motivierende Reden gehalten und viele tief beeindruckt.
Bei den workshops habe ich mich für den Themenblock erneuerbare Energien, saubere Technologien und optimale Verfahren entschieden. Dabei wurden wir über Projekte wie den Bau von Zisternen in Ruy Barbosa „sauberes Wasser durch das Abtöten von Mikroorganismen durch UV-Strahlung, Abbau von Polyethylen durch den Pümpwurm (einem Schädling für Bienen) und die Erzeugung von Biogas behandelt. Diese waren alle sehr interessant.
Bei den Preisverleihungen des best practice awards 2017 entstand ein Gefühl der Fairness und es war klar ersichtlich, dass die Siege schwer verdient waren. Für mich war besonders faszinierend, einmal nicht dem erbarmungslosen Konkurrenzdenken ausgesetzt zu sein, sondern für einmal Zusammenhalt und gegenseitige Unterstützung zu bemerken. Dies ist insbesondere deshalb bemerkenswert, da viele verschiedene Frauen aus verschiedensten Ländern und mit unterschiedlichsten Ansichten zusammentrafen, aber trotzdem alle ein gemeinsames Ziel vor Augen haben:
Die Welt besser zu machen.
Eine Umfrage bei den jungen STEM-Kandidatinnen zeigte, dass jetzt ein grosses Interesse besteht, den Soroptimisten beizutreten.